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Pakistan: Lage in den Erdbebengebieten dramatisch/ Kindernothilfe bittet um weitere Spenden

(Duisburg, 4. Januar 2006). Die Lage in den Erdbebengebieten im Norden Pakistans verschärft sich mit jedem Tag. Tausende von Menschen sind den eisigen Temperaturen, Schnee und Regen schutzlos ausgeliefert. Die Kindernothilfe bittet um weitere Spenden für die Opfer der Katastrophe. Noch erreichen die Hilfstransporte der Kindernothilfe-Partner die Menschen in den abgelegenen Tälern. Weil die Hauptstraßen durch Schnee und Regen unpassierbar sind, nehmen die Fahrer gefährliche Nebenstrecken, um die Opfer der Katastrophe nicht allein zu lassen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Routen unpassierbar werden.

„Das Schlimmste steht uns noch bevor. In der Regel ist hier der Februar der kälteste und schneereichste Monat. Ich erwarte, dass wir bald nicht mehr in die betroffenen Gebiete vordringen können“, sagt Sajid Ishaq, Chef des Kindernothilfe-Partners ILAP (Interfaith League against Poverty), heute in Balakot. Das Wetter fordere bereits Todesopfer. Die Menschen in den betroffenen Regionen benötigen weiterhin dringend Notunterkünfte, Öfen, Decken und Winterkleidung. Durch die Kälte erkranken immer Menschen an Lungenentzündungen, eine medizinische Versorgung ist äußerst schwierig.

Die Partner der Kindernothilfe haben in Pakistan 4000 Menschen mit winterfesten Zelten und Notunterkünften versorgt. Weitere 4000 Familien bekamen bis Ende 2005 winterfeste Quartiere. Für 1000 Kinder, um die sich weder Eltern noch Verwandte kümmern können, haben die Helfer Kinderzentren errichtet. Dort bekommen die Jungen und Mädchen warme Kleidung, regelmäßige Mahlzeiten, Schulmaterialien und Spielsachen. Die Kinder werden dort auch medizinisch versorgt. Derzeit richtet der Kindernothilfe-Partner SPARC zehn Kinderzentren ein. Dort finden Jungen und Mädchen zwischen 3 und 15 Jahren eine Anlaufstelle. Zum Angebot gehören psychologische Betreuung und Unterricht.

Die Kindernothilfe hat mehr als drei Millionen Euro an Spenden gesammelt. Um den Menschen in den Katastrophengebieten zu helfen, benötigt die Kindernothilfe weitere Spenden.

Spendenkonto: 45 45 40, BLZ 350 601 90, KD-Bank Duisburg, Stichwort: „Erdbeben Südasien 90032“

Kontakt:

Katja Korf 0203.7789-159
Nora Hertel 0203.7789-150


Gegen die Katastrophe nach dem Beben - Kindernothilfe schafft winterfeste Bleibe für 1000 Kinder

(Duisburg/Balakot, 7.12.2005) Eine winterfeste Bleibe für 1000 Kinder aus der Region Balakot haben die Kindernothilfe und ihr pakistanischer Partner Interfaith League Against Poverty (ILAP) geschaffen. In einer Zeltstadt finden Mädchen und Jungen ein neues Zuhause, die ihre Eltern bei dem Erdbeben verloren haben oder in dem Chaos von ihren Familien getrennt wurden. Ohne Hilfe würden viele Kinder den Winter nicht überleben. In der Zeltstadt versorgt ILAP die Mädchen und Jungen mit Nahrung, warmer Kleidung, aber auch mit Spielsachen und Schulbüchern. 2,3 Millionen Euro Spenden hat die Kindernothilfe bisher für die Überlebenden bekommen.

In einer provisorisch eingerichteten Schule gehen die Kinder zum Unterricht. Psychologisch geschulte Fachkräfte kümmern sich um die Opfer der Katastrophe. Die schrecklichen Erlebnisse der vergangenen Wochen haben die Kinder traumatisiert. Deshalb hat die Kindernothilfe mit ihrem Partner Doer Trust und der „Fatima Jinnah Women University“ ein Trauma-Buch entwickelt. Mit dessen Hilfe sollen die Kinder ihre Erlebnisse und Gefühle unter fachgerechter Betreuung aufarbeiten. Nur so können dauerhafte seelische Schäden verhindert werden.

In der völlig zerstörten Stadt Balakot bietet ILAP darüber hinaus rund 2000 Familien die Chance, wieder selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Die Eltern werden für die Aufräumarbeiten engagiert und bezahlt. Die Menschen haben nach dem Erdbeben ihre Beschäftigungen verloren. Durch die Anstellung bekommen rund 15.000 Menschen eine neue Lebensgrundlage. In einem anderen Programm, das die Kindernothilfe mit ihrem Partner Ora durchführt, stellen Frauen zur Zeit 11.000 warme Kinderschlafsäcke und Quilts her. So leisten sie einen Beitrag zur Versorgung der obdachlosen Menschen und verdienen Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familien.

Bis Ende 2005 versorgt Shelter Now, ein weiterer Kindernothilfe-Partner, 4000 Familien mit winterfesten Notunterkünften. In den kommenden Monaten unterstützt die Kindernothilfe den Wiederaufbau von Schulen und Dörfern.

Kontakt:
Sascha Decker 0203.7789.230
Katja Korf 0203.7789.159

Wir bitten um Ihre Unterstützung:

Stichwort: Erdbeben Südasien
Kontonummer 45 45 40
Bank für Kirche und Diakonie
BLZ 350 601 90



Konkret helfen – psychosoziale Betreuung für Hurrikan-Opfer

Drei Monate nachdem „Hurrikan Stan“ eine Schneise der Verwüstung durch Mittelamerika gerissen hat, sind die Rettungsmannschaften längst wieder abgezogen. Doch in den Epizentren der Katastrophe, am Atitlán-See oder in Tacaná bei San Marcos, kann von einer Rückkehr zur Normalität keine Rede sein. Noch immer leben viele der Davongekommen in Notaufnahmequartieren. Vor allem Kinder leiden unter den seelischen Wunden, die die Erfahrung von Todesangst, Panik und dem Verlust von Familienangehörigen, Schulkameraden und Freunden hinterlassen haben. Die Kindernothilfe konzentriert daher ihre Unterstützung seit Mitte Oktober vor allem auf die psychosoziale Trauma-Arbeit mit Kindern.

Mit einer Spende können Sie betroffenen Kindern konkret helfen! Per Online-Spende oder Banküberweisung.

Spendenkonto 45 45 40
BLZ 350 601 90, KD-Bank eG, Duisburg
Stichwort: Proj. Z90031 (Hurrikan STAN)

Online-Spenden sind möglich unter www.kindernothilfe.de



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