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Kriege – die Leidtragenden sind die Kinder

In vielen Ländern der sogenannten dritten Welt toben Kriege oder Bürgerkriege. Andere leiden noch unter den Folgen. Gerade die Ärmsten der Armen leisten sich große Armeen und unsinnige Kriege.

Die Liste ist lang. Sie beginnt vielleicht mit der Grenzauseinandersetzung zwischen Äthiopien und Eritrea um einen Wüstenstreifen, über Mosambik, wo bis vor ein paar Jahren ein blutiger Bürgerkrieg tobte, bis nach Sri Lanka das bis jetzt mehr als 50000 Tote durch den Bürgerkrieg zu beklagen hat, den die tamilischen Rebellen seit 1983 mit dem Ziel eines eigenen Staates, führen.

Ehemals reiche Länder, wie zum Beispiel der Libanon wurden durch Jahrzehnte dauernder Kriege in den Stand eines Entwicklungslandes zurück geworfen. Andere Staaten haben es mittlerweile erreicht, die Auseinandersetzungen zu beenden und müssen sich nun mit den Folgen befassen. Vielfach liegen noch großflächig ausgelegte Minenfelder, von denen oft keinerlei Karten vorliegen. Naturkatastrophen, wie der Überschwemmung in Mosambik erschweren die Räumung noch zusätzlich, da auch schon bekannte Minenfelder durch die Wassermassen weggespült wurden. Die Ächtung der Anti-Personen-Minen inklusive eines Verbots der Produktion ist ein erster Schritt, um wenigstens die langfristigen Kriegsfolgen zu mindern. Mit Unterschriftenaktionen versucht der 'Bundesdeutsche Initiativkreis für ein Verbot von Landminen‘, den Druck auf die Politik aufrecht zu erhalten, um auch ein Verbot der Fahrzeugminen durchzusetzen. Das perverse an den Minen ist auch, dass die selben Konzerne, die die Minen produziert haben nachher auch die Such- und Räumgeräte teuer verkaufen.

Neben den Toten und Minen hinterlassen Kriege immer auch Flüchtlinge und Kriegswaisen.


Stellvertretend seien in diesem Zusammenhang zwei Projekte der Kindernothilfe in Sri Lanka vorgestellt:

Das Kinder- und Schülerwohnheim 'Batticaloa Girls‘ Hostel‘ bietet 75 kriegswaisen Mädchen ein zu Hause. Viele von ihnen, im Alter von 6 bis 15 Jahren, sind stark traumatisiert. Im Projekt erhalten sie Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Alle schulpflichtigen Kinder besuchen die öffentlichen Schulen am Ort. Einige nehmen an einer beruflichen Ausbildung teil, um sich auf ein selbständiges Leben vorzubereiten.
(Projekt-Nr.: 6299/AG/12)

Das zweite Projekt befasst sich mit dem Los der mehr als 100000 Flüchtlingen auf Sri Lanka. Ziel ist die Verbesserung der dortigen Ernährungslage. Landesweit werden rund 4000 Kinder im Vorschulalter, sowie 500 schwangere Frauen und stillende Mütter in 81 Ernährungszentren unterstützt. In der Regel können die Kinder an Werktagen zum Frühstück in die Zentren kommen und bleiben bis nach dem Mittagessen. Neben den ausgewogenen Mahlzeiten nehmen die Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren an einer Vorschulerziehung und einem Programm mit Liedern und Spielen teil. Eine Zentrale Rolle spielt auch die Einbeziehung der Eltern in die Arbeit der Einrichtungen. Sie beschaffen das Brennholz und werden durch Schulungen in die Lage versetzt sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren. Pro Person und Monat werden lediglich 14.00 DM benötigt.
(Projekt-Nr.: 6399/AL/51)


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