Initiativkreis

Landminen, der Tod kommt auf Raten

Weitere Bilder von Tim GrantÜberall in der Welt wurden und werden Landminen verlegt. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. In erster Linie sind sie billig. Personenminen gab und vermutlich gibt es bereits ab ca. 2,-€. Sie sind leicht zu verlegen, schränken die Bewegungsfähigkeit des Gegners ein und sind schwer zu räumen. Gerade in Bürger- und Guerillakriegen werden die Minenfelder schlecht, zumeist gar nicht kartographiert. Zudem werden sie nicht nur für rein militärische Zwecke (wie auch immer die zu definieren wären) verwendet, sondern als reine Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Viele Minen haben nicht genug Sprengkraft um zu töten, sondern sind darauf ausgelegt ihr Opfer zu verletzen und zu verstümmeln. Verlegt auf und neben den Wegen zu Wasserstellen und auf Feldern finden diese grausamen Waffen Schritt für Schritt ihre Opfer. 2.000 Minenopfer Monat für Monat sind immer noch zu beklagen, zumeist Zivilisten, mehrheitlich Frauen und Kinder. Zwar wurden mittlerweile die Antipersonenminen völkerrechtlich verboten, doch sowohl Produktion als auch Einsatz von Antifahrzeugminen sind weiterhin erlaubt. Diese Minen sind nicht weniger gefährlich, da sie nicht nur militärische und zivile Fahrzeuge nicht unterscheiden können, sondern auch schon bei kleinen Erschütterungen und Lichteinfall ausgelöst werden und somit auch von einzelnen Personen und Gruppen ausgelöst werden können.

Was passiert mit den Minen, wenn die Konflikte ein Ende gefunden haben? Zumeist gar nichts. Im Gegensatz zum Kauf und Verlegen der Minen ist das Räumen sehr aufwendig und teuer. Selbst wenn die Minenfelder bekannt sind fordert der Einsatz der Minenräumkräfte häufig Opfer. Schweres Minenräumgerät ist gerade für die Länder der dritten Welt viel zu teuer und oft aus geographischen Gründen nicht einsetzbar. Vielfach sind es nun wieder die Firmen, die Minen produzieren, die wieder den Reibach machen.

Weitere Bilder von Tom Grant

Aus diesen Gründen fordert der Deutsche Initiativkreis für das Verbot von Landminen  die Abschaffung aller Landminen. Die neue Kampagne wird von vielen Prominenten unterstützt unter ihnen Wolfgang Thierse, Dieter Hildebrandt und Marius Müller-Westernhagen.
Auch Sie können helfen. Wie?

Die Kindernothilfe ist seit 1995 Mitglied im Deutschen Initiativkreis für ein Verbot von Landminen, dem insgesamt 17 Organisationen angehören.

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