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Es war einmal ein Traum

Ein Stück von PETA/Preda, Philippinen

EröffnungsliedCelinas Geschichte beginnt in einem Dorf irgendwo auf den Philippinen. Ihre Mutter hat Arbeit, so dass die Familie keine Not leidet. Celina und Ihre Freunde haben Raum für Träume.

Doch bald wird die Ruhe gestört. Celina verweigert sich dem Arbeitgeber der Mutter. Bei einer Auseinandersetzung wird dieser leicht verletzt. Die Mutter verliert dadurch ihre Arbeit und die Schuldenlast beginnt zu drücken. Bei einem Fest trifft Celina Elsa, die zusammen mit einem Fremden, junge Frauen für gut bezahlte Jobs im Ausland sucht. Celinas Mutter drängt ihre Tochter, das Angebot anzunehmen. Nach anfänglichem Zögern gibt Celina nach. Sie träumt von Wohlstand und Freiheit. Alex, ihr Freund, verspricht ihr zu folgen, wenn er seine Arbeitserlaubnis erhalten habe.

In der Gewalt des Zuhälters

In der Stadt landet sie schnell auf dem harten Boden der Realität. Ihre wenige Habe wird gestohlen und die Hoffnung auf einen Job geht auch nicht in Erfüllung. Sie landet in einem Bordell, wo sie zusammen mit Isabel und Dodong, einem Straßenjungen aus Manila, gefangen gehalten wird. In der Gewalt eines skrupellosen Zuhälters scheint sie die Hoffnung zu verlassen. Doch 'die Hoffnung verliert man als letztes'.

Raum für Träume

In der Zwischenzeit hat Alex die Arbeitserlaubnis erhalten. Er macht sich auf die Suche nach Celina. Mit Hilfe einer NGO (nicht Regierungsorganisation) gelingt es ihm, sie ausfindig zu machen. Bei einer gewaltsamen Befreiungsaktion durch die Polizei wird Dodong getötet, doch Celina und Isabel können befreit werden. Sie kehren zurück in Ihr Dorf. Frei von Missbrauch und Gewalt ist wieder Raum für Träume.

 

'Hier Theaterstück, dort Realität'

schrieben die Badischen Neuesten Nachrichten in ihrem halbseitigen Artikel am 4.10.2000 über diese intensive, eindrucksvolle Aufführung des PETA-Kindertheaters, das am ersten und zweiten Oktober zu Gast in Karlsruhe war. Welchen Eindruck Celinas Schicksal auf die Zuschauer hatte, lässt sich vielleicht am besten an der Äußerung zweier Schülerinnen ablesen:
'Ich finde es toll, dass sie sich das trauen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass es den Kindern dort so schlecht geht.'
Auch bei vielen anderen Zuschauern konnte man die Betroffenheit in den Gesichtern ablesen.
Die Zusammenarbeit von Kindernothilfe, Internationalem Begegnungszentrum (IBZ), Internationalem Bund für Sozialarbeit (IB), Kinderbüro und Lokaler Agenda der Stadt Karlsruhe und dem JUBEZ hatte es möglich gemacht, die Gruppe einzuladen. Der große Zuschauerzuspruch und die Resonanz in den Medien entschädigen für die Anstrengungen, welche die Organisation mit sich brachte. Herzlichen Dank an alle Beteiligten. Besondere Anerkennung möchte ich noch dem CVJM zukommen lassen, in dessen Halle wir zusammen mit den Jugendlichen ein paar Stunden zum Austoben verbringen durften. Auch die Philippusgemeinde in der Rheinstrandsiedlung hatte uns zu Ihrem Erntedankgottesdienst eingeladen. Am Ende des interessanten und lebhaften Gottesdienstes brachte die Kollekte über vierhundert Mark zu Gunsten des Preda Projektes ein. Zum Abschluß spielte die Theatergruppe noch mit dem Kindergottesdienst 'Katz und Maus', ein Spiel, was wohl überall auf der Welt bekannt ist.



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