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Das
Projekt 'Casa Do Menino' ist in Uberaba, einer Stadt mit ca. 350 000 Einwohnern
zu Hause. Sie liegt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, einer Region, die hauptsächlich
von Landwirtschaft und dem Abbau von Erzen und Edelsteinen lebt.
Die
Anlage des Casa Do Menino -Haus der Knaben- umfasst fünf Häuser,
in denen Straßen- kindern die Ausbildung in Schule und Beruf ermöglicht
wird.
Neben dem Hauptgebäude mit Küche,
Speisesaal und Studierzimmer befinden sich die Werkstätte, ein Klassenzimmer,
Schlafsäle sowie ein Verkaufsraum, wo die von den Schülern produzierten
Waren verkauft werden.
Neben der schulischen und beruflichen
Ausbildung wird auch für die medizinische Versorgung gesorgt, die
von Studenten der Universität Uberaba unentgeltlich übernommen
wird. Daneben steht den Jungen im Alter von 12-16 Jahren ein Fußballplatz,
ein Schwimmbecken, ein Garten sowie Ställe zur Haltung von Hasen und
Hühnern zur Verfügung.
In diesem Internat werden 40 Jungen in
einem halboffenen System von Priestern des Benediktiner-Ordens betreut.
Ihnen stehen fünf Lehrer zur Seite die von der Kindernothilfe und
AMENCAR,
der brasilianischen Partnerorganisation der Kindernothilfe, sowie von der
Stadtverwaltung bezahlt werden.
Die Schüler besuchen die öffentlichen
Schulen, erhalten aber im Internat Förderunterricht, da unter ihnen
viele Analphabeten sind. Mittlerweile haben schon über 2000 Schüler
erfolgreich die Casa do Menino durchlaufen, die erfreulicherweise auch
weiterhin die Schule unterstützen.
Der Arbeitskreis Karlsruhe fördert
mit seinen Leistungen eine Patenschaft von 31,-€ monatlich und unterstützt
mit den Überschüssen (im Jahr '99 rund 3300,-DM) die Instandhaltung
und den Unterhalt der Einrichtung.
In 1998 gab es allerdings Probleme beim
Betrieb der Schreinerwerkstatt. Auf unsere Anfrage hin erhielten wir einen
Projektbericht
zu diesem Thema.
Im Rahmen des 40-jährigen Bestehens der Kindernothilfe erhielten wir 1999 Besuch von
Pastor Siegmar Reichel, dem Vorsitzenden unserer brasilianischen Partnerorganisation
AMENCAR.
Für Interessierte hier ein kurzer Bericht: Siegmar
Reichel in Karlsruhe
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